Andrin

„Ich möchte einmal Fussballer werden“ – Andrin (8 Jahre alt) hat ein grosses Muttermal am Hals. Im Alltag stört es ihn nicht.

 

Stolz zeigt Andrin die Fotos in seinem Zimmer. Darauf sieht man ihn zusammen mit seinem besten Freund Diego und verschiedenen Fussballprofis. Sie sind Andrins Idole. Wenn er gross ist, möchte auch er Fussballer werden. „Am liebsten beim FC Zürich.“ Der Zweitklässler ist ein richtiger Sportler. Neben Fussball spielen, fährt er gerne Velo und im Winter ist er auf der Skipiste unterwegs – dieses Jahr versucht er es zum ersten Mal mit snowboardfahren.

 

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Andrin ist aktiv, aufgeweckt und sehr charmant. Die kurzen Haare hat er mit Gel frisiert. „Das macht er immer. Auch seine Kleider müssen immer schön abgestimmt sein“, sagt seine Mutter. Das Einzige, was Andrin von anderen Kindern unterscheidet, ist sein grosses Muttermal am Hals. Aber das vergisst man schnell.

 

In der Schule im kleinen Dorf ist es auch nie ein Problem. Er erzählt, dass sich seine Klassen­kameraden schnell daran gewöhnt haben. Zwar haben ihn schon viele Mitschüler gefragt, ob er denn das Muttermal nicht wegmachen möchte. „Aber ich will das nicht. Es stört mich nicht.“ Nur im Fussballtraining gibt es manchmal Kinder, die Andrin sagen, sein behaartes Muttermal sehe aus wie ein Bart. „Das nervt mich.“ Gut, kann er in diesen Momenten auf Diego, seinen besten Freund, zählen. Er beschützt Andrin und weist die Sprücheklopfer auch zurecht, wenn es nötig ist.

 

(Text: Noemi Landolt; Fotos: Gabriela Acklin)

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