Face Equality International

Die «Face Equality» Kampagne wurde ursprünglich im Mai 2008 von der UK Organisation Changing Faces gegründet. Ziel der Kampagne ist es, sich für eine Welt einzusetzen, in der Menschen mit einer körperlichen Auffälligkeit gleichberechtigt und wertgeschätzt werden, ohne Vorurteile und Stigmatisierung.

 

Unterdessen wurde «Face Equality» zu einer globalen Bewegung. Im November 2018 lancierte James Partridge, Gründer von Changing Faces, die Organisation «Face Equality International». Ziel von Face Equality International ist es, die Ziele der Face Equality Kampagne auf internationaler Ebene zu verfolgen. Dafür arbeitet Face Equality International mit Partnern aus der ganzen Welt zusammen.

 

Wir sind stolz darauf, dass Hautstigma seit November 2018 offizieller Partner von Face Equality International ist.

Wieso ist die Face Equality Kampagne wichtig?

Leider ist es nach wie vor so, dass Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls in ihrem Erscheinungsbild von der Norm abweichen, im alltäglichen Leben häufig stigmatisiert und benachteiligt werden. Die Vorurteile gegenüber Menschen mit einem besonderen Erscheinungsbild beruhen häufig auf drei tief verankerte und zum Teil unbewusste Annahmen:

  1. dass „gutes Aussehen“ ausschlaggebend ist für Erfolg im Leben und dass ein verändertes Aussehen deshalb leider unvermeidbar mit Unglück einhergeht
  2. dass moderne Medizin/Chirurgie alle „Schönheitsfehler“ korrigieren kann
  3. dass ein „abweichendes Aussehen“ mit negativen Charaktereigenschaften, Intelligenzminderung und Bösem assoziiert ist (siehe dazu auch unsere Forschungsbefunde)

Ziele von Face Equality International

«Face Equality International» möchte die oben genannten Vorurteile auf globaler Ebene bekämpfen und sich für eine Welt einsetzen, in der alle Menschen fair und gleichwertig behandelt werden, unabhängig von ihrem Aussehen.

 

Die Kampagne setzt auf mehreren Ebenen an und fordert unter anderem

  • Einzelpersonen dazu auf, die Ziele der Kampagne zu unterstützen
  • das Bildungssystem: sicher zu stellen, dass alle Lehrpersonen genügend geschult sind um eine Kultur zu fördern, in der Kinder und Jugendliche mit körperlichen Auffälligkeiten nicht benachteiligt werden
  • Arbeitgeber: Menschen mit körperlichen Auffälligkeiten sowohl als Arbeitnehmer wie auch als Kunden gleichwertig zu behandeln
  • Medien, Werbe- und Filmindustrie: Vermeidung von stereotypischen Darstellungen von Menschen mit körperlichen Auffälligkeiten, Verbreitung von positiven Bildern von Menschen mit besonderem Erscheinungsbild
  • Politiker: sicher zu stellen, dass Diskriminierung bekämpft wird

Zur Bekanntmachung der «Face Equality» Kampagne soll jedes Jahr eine «Face Equality Week“ statt finden. Diese findet dieses Jahr vom 17.- 25. Mai 2019 statt (–> mehr erfahren)

Was bedeutet «Face Equality für Sie»? Hinterlassen Sie einen Kommentar.

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