Posttraumatische Reifung bei Eltern junger brandverletzter Kinder und erste Konzeptualisierung bei Kleinkindern

Verbrennungs- und Verbrühungsunfälle im Kleinkindalter sind für junge Kinder und deren Eltern potentiell traumatische Ereignisse, welche anhaltende psychopathologische Folgen haben können. Es kann jedoch nach traumatischen Erfahrungen auch zu positiven Veränderungen mit Möglichkeiten der persönlichen Reifung, der sogenannten Posttraumatischen Reifung, bei den Betroffenen kommen. Dieses Konstrukt ist bei Eltern von kranken Kindern weitgehend unerforscht. Besonders zu Eltern von Kleinkindern, speziell nach Unfalltrauma gibt es bisher noch keine Befunde. Weiter ist das Konzept der Posttraumatischen Reifung bei Kindern im Vorschulalter noch gänzlich undefiniert. Die Ziele des vorliegenden Projektantrages sind demnach zweierlei: Es sollen allfällige Reifungsprozesse von Müttern und Vätern junger brandverletzter Kinder (1 – 4 Jahre) im Hinblick auf ihr Ausmass sowie ihre Prädiktoren untersucht werden. Weiterhin soll überprüft werden, ob es auch bei jungen Kindern zu posttraumatischen Reifeprozessen kommt und wie diese inhaltlich zu beschreiben sind. In einem prospektiv angelegten Design sollen Mütter und Väter anhand standardisierter und validierter Fragebögen mindestens 9 Monate nach einem Verbrennungs-/Verbrühungsunfall ihres Kindes befragt werden. Die Ergebnisse werden einen wichtigen Beitrag zur aktuellen wissenschaftlichen Diskussion zu Posttraumatischer Reifung sowie relevante Ansatzpunkte für die klinisch-psychologische Akutversorgung dieser Patientengruppe liefern.

Projektleitung und Kontakte

  • M.Sc. Ann-Christin Haag, Projektleiterin (ann-christin.haag@kispi.uzh.ch)
  • Prof. Dr. Markus A. Landolt, Projektleiter (markus.landolt@kispi.uzh.ch)

Finanzierung

  • Forschungszentrum für das Kind, Universitätskinderspital Zürich

Laufzeit des Projekts

Dezember 2016 – November 2017

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