Prävention von Traumafolgestörungen bei akut brandverletzten Kindern im Alter von 1–4 Jahren: eine randomisiert-kontrollierte Studie

In dieser Studie wird anhand eines randomisiert-kontrollierten Designs die Effektivität einer frühen psychologischen Intervention für Kinder im Alter von 1 bis 4 Jahren nach Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen untersucht. In den ersten 6 bis 9 Tagen nach dem Unfall wird ein Screening für das Risiko der Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) durchgeführt. Damit werden die TeilnehmerInnen in eine Gruppe mit „hohem Risiko“ oder „geringem Risiko“ zur Entwicklung einer PTBS eingeteilt. Teilnehmer der Gruppe mit Risiko für eine Belastung werden zufällig einer Interventions- oder einer Kontrollgruppe zugewiesen. Beide Gruppen erhalten die übliche medizinische Versorgung. Die Eltern und Kinder der Interventionsgruppe erhalten zudem eine kurze, altersgerechte Intervention à zwei Sitzungen. Die Intervention umfasst eine detaillierte Rekonstruktion des Unfalls, Psychoedukation sowie das Erarbeiten hilfreicher Bewältigungsstrategien anhand anschaulichen Materials. Sowohl die Kontroll- als auch die Interventionsgruppe werden jeweils drei und sechs Monate nach dem Unfall erneut befragt. TeilnehmerInnen mit geringem Risiko zur Entwicklung einer PTBS werden direkt und sechs Monate nach dem Unfall befragt, um ihre Belastung zu kontrollieren. Die untersuchten Variablen sind u.a. das Ausmass posttraumatischer Stresssymptome, das Verhalten sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität der kleinen Kinder.

Projektleitung und Kontakte

  • Prof. Dr. Markus A. Landolt, Projektleiter (markus.landolt@kispi.uzh.ch)
  • M.Sc. Ann-Christin Haag, Doktorandin (ann-christin.haag@kispi.uzh.ch)

Finanzierung

  • Schweizer Nationalfonds (SNF, Personen- und Projektförderung)

Laufzeit des Projekts

Februar 2014 – November 2018

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