STIGMA-Forschungsprojekt

Stigmatisierung von Kindern und Jugendlichen mit einer Auffälligkeit im Gesicht

Das Gesicht besitzt eine wichtige Bedeutung in sozialen Interaktionen. Deshalb geht man davon aus, dass Kinder und Jugendliche mit einer Hautauffälligkeit im Gesicht ein hohes Risiko für psycho­soziale Schwierigkeiten haben. Leider gibt es dazu aber erst wenige quantiative Studien.

 

Das STIGMA-Forschungsprojekt untersucht dieses Thema aus zwei Perspektiven:

  • In einer ersten Studie (STIGMA Studie A) wurden betroffene Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern befragt. Dabei wurde die erlebte Stigmatisierung, die wahrgenommene Lebens­qualität und das psychische Wohlbefinden der betroffenen Kinder untersucht.
  • In einer zweiten Studie (STIGMA Studie B) wurde erforscht, wie Kinder mit einer Haut­auf­fälligkeit im Gesicht von anderen, nicht-betroffenen Kindern und Jugendlichen wahr­ge­nom­men werden im Vergleich zu Kindern ohne eine Hautauffälligkeit.

Die Resultate dieser beiden Studien zeigen auf, dass eine Auffälligkeit im Gesicht einen wichtigen Einfluss darauf hat, wie ein Kind von anderen Personen wahrgenommen und behandelt wird. Kinder mit einer Auffälligkeit im Gesicht werden von anderen, nicht-betroffenen Kindern und Jugendlichen deutlich negativer eingeschätzt. Betroffene Kinder und Jugendliche erleben in ihrem Alltag häufig unangenehme soziale Reaktionen. Dies wiederum kann das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität der Kinder beeinträchtigen. Aufklä­rung und Unterstützung betroffener Eltern und Kinder sind ebenso wichtig wie Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, Vorurteile gegenüber Menschen mit körperlichen Auffälligkeiten abzu­bauen und Stigmatisierung vorzubeugen.